Demand-Side Flexibility (DSF) ist ein zentraler Hebel, um die Energiewende und die Dekarbonisierung der Industrie erfolgreich zu gestalten. Sie ermöglicht es Verbrauchern, ihre Stromnachfrage flexibel an das Angebot und an Preissignale anzupassen. Dies sorgt für Netzstabilität, spürbare Kosteneinsparungen und eine bessere Integration erneuerbarer Energien. Studien zeigen, dass DSF in der Europäischen Union bis 2030 erhebliche CO₂-Einsparungen sowie finanzielle Vorteile von über 300 Milliarden Euro pro Jahr realisieren kann.
Die Industrie, die rund 35 Prozent des EU-Stromverbrauchs ausmacht, profitiert besonders von diesem gezielten Lastmanagement. Praxisbeispiele aus der Papier-, Zement-, Glas- und Aluminiumindustrie belegen zusätzliche Erlöse und CO₂-Minderungen, auch wenn die Wirtschaftlichkeit je nach Sektor variiert. Eine breite Umsetzung von DSF erfordert jedoch regulatorische Reformen, Investitionsanreize und technische Voraussetzungen wie den Zugang zu Verbrauchsdaten und digitalen Schnittstellen. Unternehmen müssen ihre Produktionsplanung flexibler gestalten und eigene Expertise aufbauen. DSF allein reicht nicht aus; komplementäre Technologien wie Großbatteriespeicher und E-Fahrzeuge sind essenziell. Die gezielte Förderung von DSF und bessere Rahmenbedingungen sichern Europas Weg zu einem bezahlbaren Energiesystem..
Herausgeber: Solar Promotion GmbH
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