Was die zunehmende Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen für das Stromnetz bedeutet

The smarter E Podcast Folge 260 | 9. Juli 2026 | Sprache: Englisch

Angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich der Energiesicherheit, volatiler Strommärkte und zunehmender Netzengpässe in Europa entsteht eine neue Generation von Energielösungen, die diese Herausforderungen in Chancen verwandeln könnte. Diese Folge, die live auf der The smarter E Europe 2026 in München aufgezeichnet wurde, beleuchtet, wie Elektrofahrzeuge, intelligentes Laden und Vehicle-to-Grid-Technologie Autos zu aktiven Teilnehmern am Stromnetz machen. Diese „Batterien auf Rädern“ haben das Potenzial, in Bezug auf die Funktionsfähigkeit des Stromnetzes eher Freunde als Feinde zu sein.

Der Gründer und CEO von The Mobility House, Thomas Raffeiner, ist zu Gast im Podcast, um über die nächste Phase der Elektrifizierung und die neue Ausrichtung des Unternehmens auf Energiedienstleistungen nach dem Verkauf seines Flottenladegeschäfts zu sprechen. Raffeiner erläutert, warum die Flottenelektrifizierung weltweit an Fahrt gewinnt, wie sinkende Ladekosten Unternehmen einer kosten- und emissionsfreien Mobilität näherbringen – und warum Elektrofahrzeuge eher als Energieanlagen denn als zusätzliche Belastung für das Stromnetz betrachtet werden sollten.

Ebenfalls zu Gast im Podcast ist Petrouschka Werther, Direktorin für nachhaltige Mobilität im niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, die darüber berichtet, wie die Niederlande zu einem europäischen Vorreiter bei der Integration von Elektrofahrzeugen wurden – mit einem Fahrzeugbestand, der sich in einem rasanten Wandel befindet.

Werther erläutert, wie die rasche Einführung von Solarenergie, Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen im Land erheblichen Druck auf das Stromnetz ausgeübt hat – und wie intelligente Ladelösungen und Vehicle-to-Grid-Lösungen nun dazu beitragen, diese Überlastung zu verringern. Sie spricht über innovative Projekte in Städten wie Utrecht, wo Elektrofahrzeuge bereits die lokalen Stromnetze unterstützen, und skizziert die derzeit laufende europäische Zusammenarbeit zur Festlegung der technischen Standards und des regulatorischen Rahmens, die für die kontinentweite Skalierung von V2G erforderlich sind.

Zusammen zeichnen diese Gespräche das Bild eines Energiesystems, in dem Elektrofahrzeuge zu mobilen Batterien, flexiblen Netzressourcen und einem entscheidenden Bestandteil einer sicheren, bezahlbaren und auf erneuerbaren Energien basierenden Zukunft werden können.

Über den The smarter E Podcast

Im The smarter E Podcast dreht sich alles um die aktuellen Trends und Entwicklungen einer erneuerbaren, dezentralen und digitalen Energiewirtschaft. Unser Host begrüßt und interviewt Persönlichkeiten, die unsere Branche prägen und Entwicklungen vorantreiben. Eine neue Folge erscheint jeden zweiten Donnerstag.

Thomas Raffeiner ist Gründer und Geschäftsführer von The Mobility House. Sein Ziel ist eine emissionsfreie Energie- und Mobilitätszukunft, die für uns alle kostenlos ist, um diese Netto-Null-Vision zu verwirklichen. Im Jahr 2009 gründete Thomas The Mobility House, eines der ersten Dienstleistungsunternehmen für Elektromobilität in Europa. Heute arbeitet er an innovativen Energiedienstleistungen und intelligenten Speicherlösungen.

Petrouschka Werther ist amtierende Generaldirektorin für nachhaltige Mobilität im niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft. Sie ist verantwortlich für den Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen und Kraftstoffen, um die Ziele in den Bereichen Klima, Luftqualität und Gesundheit zu erreichen. Petrouschka verfügt über einen breit gefächerten Hintergrund im Ministerium. Als stellvertretende Direktorin für Zivilluftfahrt war sie für die Ausarbeitung des Whitepapers zur Luftfahrt 2020–2050 zuständig und verantwortlich für nachhaltige Luftfahrt, Konnektivität und Drohnen.

Zuvor war sie im Ministerium für verschiedene andere Bereiche zuständig (z. B. Straßenbenutzungsgebühren) und spezialisierte sich auf den Aufbau öffentlich-privater Partnerschaften, wobei die Niederlande als „Living Lab“ für Innovationen dienen, die international umgesetzt werden können.

Petrouschka hat Abschlüsse in Politikwissenschaft und Journalismus, die sie in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich erworben hat.

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