Aufzeichnung von Dienstag, 23. Juni 2026 | The smarter E Europe Exhibition Program 2026 | Sprache: Deutsch | Länge: 8:42 .
Die Direktvermarktung kleiner Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) kann erfolgreich umgesetzt werden, wobei die Integration in den Massenmarkt bereits realisierbar ist. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Verteilnetzbetreibern, Direktvermarktungsunternehmen und Messstellenbetreibern ist notwendig. Der Standard für Anlagen ab 100 Kilowatt Peak ist die Direktvermarktung, während kleinere Anlagen häufig in der festen Einspeisevergütung verbleiben. Um mehr kleine PV-Anlagen in die Direktvermarktung zu überführen, müssen effiziente Prozesse etabliert werden, um Kosten zu senken. Ein zentrales Element ist die Marktlokations-ID, die zur eindeutigen Zuordnung der Solaranlagen im Stromsystem notwendig ist. Der Netzanschluss, die Beantragung einer Marktlokations-ID, und die Installation eines intelligenten Messsystems (iMSys) sind essentielle Schritte im Prozess. Best Practices zeigen, dass Verzögerungen bei der Vergabe der MaLo-ID vermieden werden können, indem diese bereits bei der Netzanschlussanfrage bereitgestellt wird. Jährlich wechseln 90.000 kleine PV-Anlagen in die Direktvermarktung, was den Bedarf an effizienten Prozessen unterstreicht.
Automatisierte Zusammenfassung durch AI Conver
Sprecherin
Lisa Strippchen
Senior Expertin Erneuerbare Energien
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Mit dem EEG 2027 wird die sonstige Direktvermarktung als Vermarktungsform für alle Anlagen unter 25kW voraussichtlich zum Standard. Ein zentraler Baustein wird dafür die Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL). Insbesondere Speicher und Ladeinfrastruktur soll aktiv in dem Markt eingebunden werden. Ziel ist es Flexibilität zu vergüten. Speicher laden Strom bevorzugt in Phasen niedriger Preise und speisen ihn bei Knappheit wieder ein. Ladepunkte und Verbraucher verschieben ihren Bedarf gezielt, um Solarspitzen zu nutzen und Dunkelflauten abzufedern. Damit wird das EEG 2027 zum Lenkungsinstrument für Systemstabilität, nicht mehr nur zum Ausbauprogramm.
Weitere Vorträge aus dieser Session:
Sprecherin
Flavia Röhrs
Senior Referentin dezentrale Erzeugung
Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V.
Sprecherin
Sophia Rödiger
Chief Marketing Officer
1KOMMA5° GmbH
Sprecherin
Anne Bicking
CEO
gridX GmbH